Es weihnachtet sehr... schnell...

Jedes Jahr dasselbe. Jedes Jahr aufs Neue schafft es das Weihnachtsfest für mich absolut überraschend zu kommen. Als fände es jedes Jahr an einem anderen Tag statt und mir würde man erst zwei Tage vorher mitteilen, wann und wo das Event des Jahres denn nun steigen soll. Tolle Überraschungsparty. Der Haken: Es scheint nicht nur mir so zu gehen. Denn geht man von den Menschenmassen in den Einkaufszentren aus, scheint noch anderen Menschen immer erst zwei Tage vorher einzufallen, dass es an Weihnachten üblig ist, dass man den Menschen, die einem nahe stehen, auch etwas schenkt. Hoppla. Und das bei meiner Vorliebe für Menschenmassen.

Für den Freund soll es Karten für eine bestimmte Veranstaltung geben. Diese hätte man natürlich schon in der Wahlheimat besorgen können, aber das wäre ja zu einfach. Also habe ich mich hier in der alten Heimat ins Auto gesetzt und bin zum örtlichen Ticketshop gedüst. Ich habe hier bestimmt schon an die zehn Mal Tickets gekauft und nie...nie war außer mir und der Verkäuferin jemand anders in diesem kleinen Verkaufsraum. Heute nun kam ich dort zuerst nicht einmal rein, weil der ganze Warteraum voll war mit Weihnachtsüberraschten, die noch Überraschungen für die Lieben besorgen wollen.

Naja, irgendwie werde ich schon noch alle Geschenke zusammen kriegen. Habe ich ja bisher jedes Jahr geschafft. Und was wäre das Leben ohne ein bisschen Nervenkitzel.

2 Kommentare 22.12.08 14:33, kommentieren

Was ich gefunden habe...

Auf vielfachen Wunsch zweier Damen, hier nun mal wieder ein Blog-Eintrag nach Monaten der Abstinenz.

Wie das Schicksal so spielt, habe ich eine neue Mitbewohnerin gefunden, die netterweise sogar gleich das liebenswürdige männliche Wesen mitgebracht hat. Könnte es einfacher (und schöner) sein!? Ich sage: Nein!

Da hat sich die lange Mitbewohnerinnen-Suche letztlich doch noch gelohnt.

1 Kommentar 12.12.08 12:40, kommentieren

Oh mein Gott...

...jetzt weiß jeder hier, dass wir zusammen wohnen! Gott sei Dank guckt sich meinen Blog außer dir eh niemand an

3 Kommentare 17.10.08 12:58, kommentieren

Grüß Dich...

... liebe Mitbewohnerin!

1 Kommentar 13.10.08 23:09, kommentieren

Was ich suche...

sind momentan zwei Dinge:

 

1. Eine neue Mitbewohnerin

und

2. Ein liebenswertes männliches Wesen.

 

Wider Erwarten gestaltet sich beides in etwa gleich schwierig.

Da bietet man in einer deutschen Großstadt, die angeblich ständig mehr Wohnungssuchende als Wohnungen hat, ein Zimmer an und dann findet man partout keine passende Mitbewohnerin!

Entweder die Mädels passen nicht zu uns oder sie wollen dann plötzlich doch nicht mehr einziehen, weil ihnen die (innenstadtsnahe) Lage nicht gefällt.

Wir befinden uns momentan in der zweiten Castingrunde und haben wieder eine junge Dame zum Recall eingeladen, die sich aber auch nicht mehr meldet! Was soll denn das?! Sind die alle lieber obdachlos?

Beim Männerproblem ist mir dafür heute mal aktiv unter die Arme gegriffen worden. Da sich der gutaussehende junge Mann von Gegenüber einfach erdreistet, auszuziehen (wieder ne leere Wohnung!), was mich heute morgen in eine mittelschwere Depression stürzte, ergriff die Mitbewohnerin die Initiative und hängte - frei nach dem Motto "Wilder durch Schilder" - ein Schild in Din A3 Größe ins Fenster mit der Aufschrift: "Schade, dass du ausziehst!". Mehr als ein breites Lächeln und ein Winken brachte mir das allerdings nicht ein. Schade drum.

Naja, mal sehen, wie sich beide Problem-Baustellen weiter entwickeln. "Wer suchet, der findet", heißt es doch in der Bibel und die hat ja bekanntlich immer Recht.

P.S. An alle, die nicht wissen, was Ironie ist: Diesen Eintrag bitte an gegebenen Stellen mit einem Augenzwinkern betrachten.

2 Kommentare 24.6.08 23:06, kommentieren

Fussi

Irgendwie komm ich dieses Jahr nicht so recht rein, in den Fußball-Wahn.

Bei der WM vor zwei Jahren war ich noch leidenschaftlich und mitfiebernd dabei wie selten zuvor bei irgendwas anderem.

Aber dieses Jahr nervt es mich schon - dabei sind wir noch in der Vorrunde. Bin ich denn die einzige, die es übertrieben findet, wenn stundenlang von den gleichen Leuten literweise ziellos und hupenderweise Sprit verfahren wird, die sich sonst wahrscheinlich tagtäglich über die steigenden Preise an den Tankstellen beschweren?

Ich seh's ja ein - das mit dem Gemeinschaftsgefühl. Sicher auch mal ne gute Sache. Aber irgendwie ist es wie mit allem, jetzt wo wirklich ALLE sich für Fußball interessieren, tu ich es nicht mehr so richtig - zumindest nicht für den deutschen.

Denn eigentlich ist mein Interesse am Fußball gar nicht gebrochen. Ich freu mich nach wie vor, Spiele zu sehen, die etwas zu bieten haben, die schön anzuschauen, weil technisch gut und ideenreich sind. Aber da unsere Jungs das dieses Mal einfach nicht zu bieten haben, werde ich sicher nicht in Jubelstürme ausbrechen, weil sie es irgendwie schaffen sich ins Vietelfinale zu zittern. Wie heißt es immer so schön: Kein Applaus für Scheiße!

Ich glaube, ich bin ab jetzt für Holland. Da stimmen nicht nur die Ergebnisse sondern auch die Art und Weise. Die spielen einfach besser und sind irgendwie auch ne ganze Ecke sympathischer und menschlicher, so kommt es mir zumindest vor. Und daran ändert auch kein pöbelnder Jogi und kein heulender Gomez etwas.

1 Kommentar 17.6.08 11:39, kommentieren

Was du suchst...

Jetzt ist mein Silvestereintrag schon gut ein halbes Jahr her. Und was ist aus meinen Wünschen geworden?

Ich wünschte mir mehr gute als schlechte Tage. Ob sich dies bisher erfüllt hat, wage ich nicht zu beurteilen. Nach wie vor gibt es viele von diesen Tagen, an denen der Frust über alles und jeden überwiegt.
Aber es gab auch viele, viele wunderschöne Momente bisher in diesem Jahr. Wenn auch die schönsten mittlerweile längst mit einem bitteren Nachgeschmack behaftet sind.

Ich wünschte mir, dass ich bewusst hier in der neuen Stadt ankomme. Ich denke, das ist passiert. Diese WG passt so unheimlich gut zu mir, dass es mich richtig traurig stimmt, dass dieses so gut aufeinander abgestimmte Dreiergespann sich in naher Zukunft zumindest zum Teil auflösen wird.

Ich wünschte mir, dass ich besser mit Menschen auskomme. Ich fürchte, das ist mir nicht gut gelungen, auch wenn ich mir nach wie vor Mühe gebe. Was ich in jedem Falle gelernt habe, ist, dass vermeintliche Menschenkenntnis oftmals nur ein Trugschluss ist und das Menschen dazu neigen, genau das Gegenteil von dem zu sein, was der erste Eindruck vermuten lässt. Das macht den Umgang mit ihnen nicht leichter; aber defintiv spannender.

Ich wünschte mir, dass mir die Menschen, die mir nahe standen, nahe bleiben sollten und dass es ihnen gut geht. Glücklicherweise geht es allen den Menschen, an die ich dachte, als ich diese Zeilen damals schrieb, noch immer gut. Ob sie mir jedoch gleich nahe geblieben sind, wage ich zu bezweifeln. Wahrscheinlich ist es eine natürliche Entwicklung, dass man bei einigen Menschen irgendwann merkt, dass zwei Leben sich vollkommen in andere Richtungen bewegen können und nur noch schwer auf einen Nenner zu bringen sind. Bei anderen bleibt der Gedankenaustausch ein Bedürfnis, egal wie stressig oder unangenehm das Leben gerade ist. So schläft die eine Freundschaft vielleicht ein wenig ein, während die andere sich intensiviert. Unangenehm ist mir eigentlich keines von beiden.

Ich wünschte mir echte Lebenszeit. Nach meinen eigenen Maßstäben habe ich in den letzten Monaten wieder nicht so viel "gelebt" wie ich es mir wünschen würde, aber wenigstens habe ich für kurze Zeit erlebt, wie intensiv sich lebendig sein zeitweilig anfühlen kann. Trotzdem erscheint es mir sehr komisch, dass sich die Zeiten, in denen man sich am lebendigsten vorkommt, gerade die sind, die sich im Nachhinein wie ein Traum anfühlen. Vielleicht weil es "zu schön ist, um wahr zu sein"?

Ich bin gespannt, was ich am Ende dieses Jahres noch zu den Wünschen zu sagen haben werde. Vielleicht wird ja doch noch alles gut...

1 Kommentar 8.6.08 23:55, kommentieren